Community: Blog von Reisender - Community

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Vom Herrschen und Dienen

Heute Morgen beim Aufwachen kam mir beim Sinnieren über Gott, der ja oft als Herr angesprochen wird, folgender Gedanke auf:

Gott, welcher für mich der genialste Herrscher ist, ist auch der genialste Diener.

Diesem Grundgedanken möchte ich folgen und ihn weiterführen:

Mir wurde plötzlich klar, dass man nicht über etwas herrschen kann, wenn man dem, worüber man herrscht nicht auch dienen möchte. Herrschen und Dienen sind ein komplexes System. Um herrschen zu können, muss ich das kennen und auch lieben, was ich beherrschen, also führen möchte. Ein wahrhafter Führer muss mehr wissen und mehr Einfühlungsvermögen haben, als seine Untergebenen, seine Untertanen.
Es kann einem noch unvollkommenen Wesen nichts besseres passieren, als einen weisen und wohlwollenden Führer auf seinem Lebensweg an seiner Seite zu wissen, der jenem Wesen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Herrschen ist für mich eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit. Sie stellt hohe Ansprüche an einen Herrscher. Um über etwas anderes herrschen zu können, es führen zu können, muss der Herrscher sich selbst erst einmal beherrschen / führen können. Was ich nicht selbst in mir habe, kann ich auch keinem anderen geben. Wenn ich mein Leben unbeherrscht lebe, also keine weise und wohlwollende Kontrolle auf meinem Lebensweg an den Tag lege, so bin ich auch nicht in der Lage andere Menschen auf ihrem Lebensweg führend zu begleiten.

Die Erde hat viele herrschen wollende Menschen über Jahrtausende getragen, aber nur wenige waren dazu auch wirklich in der Lage. Nur herrschen zu wollen reicht eben nicht aus. Man muss auch herrschen können. Herrschen zu wollen ohne auch gleichzeitig dienen zu wollen ist nicht möglich. Herrschen und Dienen bedingen einander. Wenn das herrschen wollen in einem Herrscher stärker ausgeprägt ist, als das dienen wollen, dann wird das harmonisch fließende Gleichgewicht des Lebens gestört. Durch das seinen Untertanen nicht mehr dienen wollen zerstört der Herrscher seine eigene Führungsmacht. Er degradiert sich sozusagen selbst. Er verliert die Fähigkeit andere führen zu können in dem Maße, wie er im den anderen dienen wollen nachlässt. Sich als Herr und Gebieter aufzuführen, ohne dazu befähigt zu sein, ist eine mühevolle Aufgabe für sich selbst, aber auch für die scheinbar Untergebenen.

Ein Herrscher, der nicht dienen kann und will, ist keiner.

Gott ist für mich der genialste Führer und auch Diener zugleich, was ich ja anfangs schon erwähnte. Aber warum ist er das für mich. Weil Gott das kennt, was er führt, denn er hat es ja schließlich selbst geschaffen und weil er weiß, wenn er dem nicht permanent dient, was er geschaffen hat, dann wird das Geschaffene nicht weiterhin existieren. Ein Diener Gottes sein zu dürfen ist etwas, was man sich selbst gönnen darf. Gott zu dienen ist keine Plage, denn einen weisen wohlwollenden Führer an meiner Seite zu wissen und dessen Rat freiwillig und freudig zu befolgen, macht nicht nur mich glücklich, sondern auch den, der mich geschaffen hat. Im wahrhaftigen lebendigen Dienen liegt das göttliche Glück. Gott ist glücklich, wenn er uns dienen kann und ich bin glücklich, wenn ich ihm dienen kann. Ich möchte am liebsten alle Menschen glücklich sehen und Gott natürlich auch, denn er ist ja die Quelle allen glücklichen Lebens. Ohne Quelle gibt es auch keinen Fluss. Wenn wir etwas fließen sehen, dann muss da irgendwo auch ein Ursprung sein, auch wenn der sich unseren körperlichen Sinnen nicht erschließt.

Die Wörter "dienen" und "Diener" sind in Misskredit geraten, weil auch die Wörter "herrschen" und "Herr" in Misskredit geraten sind. Das liegt für mich daran, dass man die Dinge getrennt voneinander betrachtet. Wenn ich Gott nur als Herrscher ansehe, dann werde ich Gott als meinem Diener nicht bewusst. Und wenn ich mich nur als Diener von Gott betrachte, dann bin ich mir auch nicht meiner Macht über Gott bewusst. Es steht nämlich in meiner Macht, Gott jeden Tag noch ein wenig glücklicher zu machen, als er es so schon ist. Da Gott in mir ist und ich in ihm, so sind seine Freude und sein Glück gleichzeitig auch meine Freude und mein Glück.

Dienen zu können, zu wollen und zu dürfen ist die Grundlage von Glückseligkeit.



:love
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Heimat

Heimat ist das, was in mir ein Gefühl von mich heimisch fühlen auslöst:

Mich heimisch fühlen ...
mich wohl fühlen ...
mich angenommen fühlen ...
Grenzen verschwimmen ...
Verbindungen werden fühlbar ...
Nebel verziehen sich ...
Ängste entpuppen sich als Illusionen ...
Leben ist nun etwas, zu dem ich mich zugehörig fühle ...
jedes Wort wird zu einer Lüge ...
jedes Substantiv trennt etwas aus dem Leben als Ganzes heraus,
was im Grunde untrennbar ist ...
... deshalb ist Heimat nicht mit Worten zu beschreiben.
... deshalb sind Gefühle nicht mit Worten zu beschreiben.
... Verbindung kann nicht mit trennenden Gedanken widergespiegelt werden.

Aber in unseren Gesichtern sind unsere Gefühle abzulesen.
In verbindenden körperlichen Umarmungen wird Heimat deutlich fühlbar.

Der Himmel ist mein Heimatgefühl.
Die Hölle ist mein Heimweh im Urlaub.

Urlaub fern der Heimat kann ganz schön anstrengend sein.
Mit einem Heimatgefühl in meinem Herzen kann mir kein
Erlebnisort fern der Heimat zur Hölle werden.

Mich zwischen Himmel und Hölle hin und her zu fühlen
entfacht in mir eine hinreisende Lebendigkeit.
Die Hölle in mir als überwindbar zu erspüren
macht mich dankbar und zuversichtlich ...

Heimat, Du Anfang und Ende zugleich
Du Unsichtbare
Du Unhörbare
Du Unfassbare
...
Du Fühlbare
Du Erfahrbare
Du Glaubhafte
...
nimm mir meine Binde von meinen Augen
öffne meine Ohren
lass mich Deine Herrlichkeit fühlen
...
Mein Glaube an Dich,
an unsere unzerstörbare Verbindung,
macht Heimat zu etwas Wahrhaftigem.

Wie oft hast Du mich in den letzten Monaten zu Tränen gerührt ...
jene Tränen spülen alles aus mir heraus, was uns noch trennt ...
berühre mich jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick ...
ich mag Dich immer mehr ...
Du Wertvolle ...
Du Reichhaltige ...
Du Einzigartige ...
Du meine Liebe, die mein Herz überlaufen lässt ...

HEIMAT

:love
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Gestern ist mir das erste mal richtig bewusst geworden, dass der Geist des Körpers,
in welchem ich wohne, nicht ich bin. "Mein" Körper tat mal wieder etwas, was er schon
oft getan hatte, von dem ich-Seele wusste, dass es mir nicht gut tut.
Gestern war für mich-Seele wohl das Fass voll und der Körper bekam von mir eine
Antwort. Der Körper spürte schon während seines Handelns Zahnschmerzen aufkommen,
machte aber weiter bis zum Schluss. Die Zahnschmerzen sind erst heute Morgen nicht
mehr spürbar. Das Unangenehme ist nur, dass ich-Seele diese körperlichen Schmerzen
mitfühlen muss, die ich selbst veranlasse.

Der Geist des Körpers ist jene Ich-Wahrnehmung, die nur linear denken kann. Das
Denken des Körpers ist an Raum und Zeit gebunden. Das Ego ist für mich nur ein anderes
Wort für jenen Körpergeist. Das Ego kann somit nicht sterben, bevor der Körper stirbt,
wie ich das früher angenommen hatte. Nimmt sich der Körpergeist zurück zugunsten
meines wahren ich-Seelegeistes, dann kommt es mir-Seele nur so vor, als wäre das Ego
gestorben. Das Ego kann aber jederzeit wieder aufwachen, solange der mich umschließende
Körper lebt.

Im Denken kann ich schon recht klar unterscheiden, welche Gedanken aus dem Körpergeist
hervorgehen und welche Gedanken in mir-Seele erzeugt, oder empfangen werden.
Im Fühlen scheine ich mit dem Körper verschmolzen zu sein, hier kann ich keine Grenzen
zwischen ihm und mir wahrnehmen. Die Gefühlswelt ist wohl auch eine grenzenlose Welt.
"Mein" Körper scheint wohl mein "Nächster" zu sein, der mir Nahe-Liegende.

Wenn ich mich um den Körper kümmere, welcher mir am nächsten liegt, ist das dann schon
Nächstenliebe? Ja, für mich ist das auch Nächstenliebe, denn dieser mich umschließende
Körper hat genauso ein Recht zu leben, wie die anderen um ihn herumlaufenden Körper.
Dieses Ja beschränke ich aber insofern, dass es die Aufgabe für mich-Seele ist, die
körperlichen Belange meines mich umschließenden Körpers mit den körperlichen Belangen
der anderen menschlichen Körper abzuwägen. Gerechtes Teilen von gerade zugänglichen
Lebensmitteln wäre z.B. ein solches Abwägen. Hier erachte ich-Seele es als meine
Aufgabe den Körper zu beruhigen, wenn er Angst hat, dass die Lebensmittel für ihn
morgen nicht reichen, wenn wir sie heute mit anderen teilen. Das lineare Denken des
Körpers ist nicht in der Lage allumfassende Zusammenhänge zu erfassen und muss deshalb
auch immer in der Angst leben, wenn ich-Seele dieses lineare Denken nicht in Frage stelle
und es über Zusammenhänge aufkläre, die den Körpergeist immer mehr beruhigen können,
wenn er seine eigene Beschränktheit immer mehr einsieht.

Die Grundlage für Nächstenliebe ist für mich geistiger Natur, denn Liebe ist ja eine
geistige Kraft. Für mich haben die Seelen in den Menschenkörpern eine höhere Priorität,
als die sie umschließenden Körper. Die menschlichen Körper sind aber auch wichtig, weil
die Seelen ohne diese nicht am Spiel des Lebens hier auf der Erde in der Welt der Formen
teilnehmen können. Körperlich kann ich zeitweise Opfer bringen, wenn ich erkenne, dass
andere Körper bedürftiger sind. Seelisch kann ich keine Opfer bringen, denn wenn ich
mich nicht um meine eigene seelische Stärke kümmere und diese immer wieder in mir "erzeuge",
dann wäre ich ja gar nicht in der Lage einer anderen Seele in Not behilflich zu sein.
Sich um das Wohl der ich-Seele zu bemühen, ist kein Egoismus, sondern genau das Gegenteil.
Die Seele holt sich die Kraft aus ihrem Inneren, kann dann jene Kraft nach Außen fließen
lassen und die Kraft fließt automatisch wieder aus ihrem Inneren in sie hinein. Das ist
im Idealfall ein immerwährender, ununterbrochener Liebefluß, der alle Grenzen durch ein
Gefühl von Zusammengehörigkeit als das entlarvt, was Grenzen wirklich sind, eine Einbildung,
eine Illusion in der Welt der Gedanken.

Der Geist eines menschlichen Körpers hat seine Berechtigung im Spiel des Lebens in der Welt
der Formen, sonst gäbe es ihn ja nicht. Der Geist der Seele ist aber genauso berechtigt
am Spiel in der Welt der Formen teilzunehmen, auch wenn sie selbst nicht körperlicher Natur
ist. Wenn die beiden Geister, die sich sehr nahe "stehen", aber entgegengesetzte Interessen
haben, spielerisch miteinander umgehen, dann fühlt sich das im gemeinsamen Resonanzkörper
oft ganz wunderbar an.

Versteckspiel:

Kindern sagt man ja nach, dass sie dem Göttlichen noch sehr nahe stehen. Wenn kleine Kinder
"Verstecken" spielen, dann halten sie einfach ihre Augen zu. Das wirkt auf einen erwachsenen
Menschen, der sich vom Göttlichen entfernt hat sonderbar. Jene, die sich vom Göttlichen
innerlich entfernt haben, verstecken ihre Körper hinter anderen Körpern, weil sie sich mit
ihrem Körper identifizieren. Die kleinen Kinder halten einfach ihre Augen zu, denn ihre
Augen sind die Tore zu ihnen, der Seele. Nun kann sie niemand durch die Augen "ihres" Körpers
betrachten. Wenn man kleinen Kindern ihren Vornamen nennt und dabei auf "ihren" Körper zeigt,
sprechen sie, wenn sie ihren Vornamen aussprechen logischerweise in der 3. Person, denn sie
haben sich ja noch nicht mit ihrem Körper identifiziert. Der Körper ist etwas um sie herum,
das sie spielerisch erfahren möchten. Kinder sind oft so begeistert von jener Welt der Formen,
weil sie sich selbst noch als Geist empfinden und die Begehrlichkeiten "ihrer" Körper von ihren
erwachsenen Bezugspersonen "gestillt" werden.
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Montag der zwölfte November zweitausendundachzehn. Der Tag beginnt gerade. Judas nimmt seinen Lebenslauf,
der einer Linie ähnelt, in seine Hände. Der Anfang der Linie ist geprägt von dem Gedanken, den Aufenthaltsort von
Jesus Preis zu geben, das Ende ist geprägt von Vergebung ...

Vor etwa einer Woche sagte Judas zu sich, ich werde mir den Verrat an Jesus nicht vergeben, bevor ich nicht
Jesus umarmen kann. Judas hätte sich nie vorstellen können, dass Jesus ihn in dieser Inkarnation als Mensch
umarmen könnte. Doch am Samstag vor drei Tagen geschah genau dies. Jesus sprach durch einen anderen Menschen zu
ihm "dir ist schon tausend mal vergeben". Judas war von den Worten Jesu so ergriffen und er spürte ein eigenartiges
Gefühl, dass seinen ganzen Oberkörper erfasste. Es war eine Umarmung der ganz besonderen Art :)
Gestern Morgen vergab sich Judas selbst ...

... er nahm die beiden Enden seiner Lebenslinie und bog sie zu einem Kreis. Er fügte den Anfang der Linie mit dem
Ende der Linie zusammen. Der Kreis wurde geschlossen. Er nahm den Kreis und legte ihn ab. Nun ist dieser Kreis
vollständig. Eine Lebensrolle konnte abgelegt werden. Eine Last fällt von jener Seele ab, die die Rolle des Judas
spielte. Heute fühlt Judas die Worte "es ist vollbracht". "Judas" ist nun nur noch eine Rolle für den Schreiber
dieser Worte. Er kann sich nicht mehr mit dieser Rolle identifizieren, denn die Rolle ist beendet. Von gestern an
kann der Schreiber eine andere Rolle im Leben spielen, Gott sei Dank!

Judas war ein Verräter. Aber der Verrat bestand nicht etwa "nur" darin, dass Judas Jesus verraten hat. Jenem Verrat
lag ein viel tiefgründigerer Verrat zugrunde. Judas hatte sich zuvor selbst verraten. Ohne seinen Selbstverrat wäre
er nie und nimmer dazu in der Lage gewesen einen so wundervollen Menschen, wie Jesus, zu verraten. Nur wer sich selbst
verrät, kann einen anderen Menschen verraten. Der Verrat im Außen spiegelt nur den Verrat im Innen wider.
Jesus war ein glasklarer Spiegel, in welchem sich jeder hätte selbst erkennen können, so er dazu in der Lage gewesen
wäre. Judas war geistig blind und konnte sich im glänzenden geistigen Spiegel Jesus nicht erkennen. Judas war nur
mit sich selbst beschäftigt, das sagte ihm Jesus bei der Umarmung am Samstag. Das konnte Judas gut nachvollziehen,
denn in seiner jetzigen Inkarnation war das ja nicht anders.

Vergebung ist ein Zauberwort für einen heiligen Akt. Anderen Menschen zu vergeben fiel mir schon recht leicht in den
letzten Jahren. Mir selbst zu vergeben war die größte Herausforderung, die mir das Leben als Aufgabe gestellt hat.
Ich wurde herausgefordert aus einer Rolle, die doch schon länger gar nicht mehr zu mir passte. Ich bin dem Leben
sehr dankbar, dass es mich jener Rolle enthoben hat. Mir kommt gerade ein Sprichwort in den Sinn:

ein Sprichwort sagt:

Was lange währt, wird gut.


Ich möchte mich erst mal ein wenig ausruhen, die letzte Rolle war ganz schön anstrengend ...




:love
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Ich hatte mich heute Morgen gegen 10 Uhr auf mein Sofa gelegt, weil ich ein wenig müde wurde.
Kurz davor hatte ich gerade etwas über das Empfangen geistiger Botschaften gelesen.

Ich legte mich hin, hüllte mich in eine Wolldecke, rückte meinen Körper in eine gemütliche
Position und schloss meine Augen. Meine Gedanken über irdische Sachverhalte kamen recht schnell
zur Ruhe und in mir formte sich der Wunsch in die geistige Welt einzutauchen, ich schlief ein.
Ich träumte, konnte mich beim Aufwachen aber nur noch an ein Bild erinnern:

Mein Fokus lag auf einer Art Lampenschirm, an alles darum Befindliche erinnere ich mich nicht.
Der Schirm war zylindrisch, oben und unten völlig offen, seine Farbe war bräunlich, von dieser
war aber nur wenig zu sehen, weil eine Unmenge weißer Zahlen auf jenem bräunlichen Untergrund
den meisten Platz einnahmen. Die Zahlen standen für die Tage der Monate eines Jahres. Die Zahlen
eines Monats waren ringförmig angeordnet. Es waren 12 übereinander liegende Zahlenringe. Der
unterste Zahlenring stellte den Monat Januar dar. Der darüber liegende Zahlenring stand für den
Monat Februar usw. und der oberste Zahlenring stand für den Letzten Monat eines Jahres, den
Dezember. Der Schirm selbst schien in der Luft zu schweben, so, als stünde er auf einem Fuß
einer Stehlampe.


Die erste Assoziation nach dem wach werden war, der Schirm ist eine Art Hülle. Danach kam mir in
den Sinn, dass wir Menschenseelen hier auf der Erde umhüllt sind vom menschlichen Körper.
Der Körper und die "Vorstellung von Zeit" scheinen uns Seelen hier auf der Erde zu umhüllen, beide
setzen uns Grenzen. Wenn ein Menschenkind geboren wird, dann ist dessen Seele schon von einem
Körper umhüllt, eine Zeitvorstellung hat jene Seele vermutlich aber noch nicht.

Warum brauchen wir eine Vorstellung von Zeit und warum müssen wir die Zeit einteilen in Jahre,
Monate, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden und warum brauchen wir Kalender und/oder Uhren, die
uns die genaue Zeit anzeigen?

Ich stelle zunächst erst mal fest, dass selbst die Zeitmessung auf der Erde relativ ist, was den
Tag und die Stunde betrifft, denn es gibt 24 Zeitzonen und auch eine Datumsgrenze. Die Minuten
und Sekunden sind in jeder Zeitzone gleich. Hätte man die Zeitzonen nicht "geschaffen" und es gäbe
nur eine Zeit für die ganze Erde, dann könnte man z.B. nicht sagen, dass Mittags die Sonne am
höchsten steht, denn Mittag könnte alles sein, Morgen, Mittag, Abend Nacht, je nachdem wie
die Sonne gerade steht auf dem jeweiligen Längengrad der Erde.
Eine absolute Zeitmessung ohne Zeitzonen auf der Erde wäre zwar möglich, aber der Tag-Nacht-Rhythmus
wäre nicht mehr an die Stunden eines Tages gebunden, was sicher für uns Menschen verwirrend wäre.
Ich stelle also fest, dass es schon bei der Festlegung der genauen Zeit Probleme gibt.

Brauchen wir eine Vorstellung von Zeit?

In dieser hochtechnisierten Welt der Menschen spielt Zeit eine große Rolle. Da höre ich z.B. des
öfteren den Spruch "Zeit ist Geld", den fand ich schon immer ??????? Aber auch "Ich habe keine Zeit"
oder "Nimm Dir Zeit" finde ich ??????? Wenn Zeit Geld wäre, müsste ich ja meinen Einkauf bei LIDL
schon dadurch bezahlen können, dass ich mir für den Einkauf entsprechend Zeit nehme, kleiner Einkauf >
wenig Zeit, großer Einkauf > viel Zeit ;-)
Die Zeitmessung wurde aber schon weit vor dem Industriezeitalter betrieben. Zum Beispiel brauchte man
ja schon für den Ackerbau eine genaue Zeitmessung für die Aussaat.

Wie wichtig ist es, dass ich die genaue Zeit weiß?

Wenn ich eine Verabredung für einen bestimmten Zeitpunkt habe und pünktlich sein möchte, dann brauche
ich eine Zeitangabe. Die Zeitangabe bei den Indianern gefällt mir besonders gut. "Wir treffen uns morgen
früh, wenn die Sonne zwei Finger breit über dem Horizont steht." Da können diejenigen mit dicken Fingern
und kurzen Armen etwas länger schlafen und kommen trotzdem pünktlich. Und wenn ich merke, oh das wird knapp,
dann ziehe ich mir ein paar dicke Fingerhandschuhe an :)
Man stelle sich vor, die Lokführer der Deutschen Bahn würden mit der "Fingermethode" den Abfahrtzeitpunkt
ihrer Züge festlegen. Nun wenn wir nicht in einer hektischen Zeit voller Terminabsprachen leben würden,
und am Tag öfter Züge fahren würden, wäre das auch kein Problem.

Zurück zu meinem Traumbild. Ich möchte diesen Schirm, der die Tage eines Jahres abbildete erweitern, indem
ich darunter 100 gleiche Schirme anordne. Nun ist das ein Schlauch, ein Zeitschlauch, der einen Zeitraum
von 100 Jahren beinhaltet, also ein Jahrhundert. Befinde ich mich in jenem Zeitschlauch und komme da nicht
raus, dann ist diese Zeitvorstellung für mich wie ein Gefängnis.

Können wir als Mensch auch ohne die Vorstellung von Zeit leben?

Ich halte das für möglich und langfristig sogar für erstrebenswert. Wenn jeder Mensch auf dieser Erde in
Frieden mit sich und damit auch mit seinen Mitmenschen und der gesamten ihn umgebenden Schöpfung leben kann,
dann ist ja jeder zu jedem Zeitpunkt genau an der richtigen Stelle, nämlich der, den das Leben für ihn
gerade vorgesehen hat. Dann kann es doch so etwas wie Unpünktlichkeit gar nicht mehr geben.
Wenn die gesamte Menschheit dem Leben wieder die Führung überlassen würde, dann bräuchten wir selbst ja
nicht mehr aus unserem linear denkenden, rationalen Verstand heraus zu planen und organisieren. Wir könnten
einfach leben. Das Leben selbst würde uns in unserem Denken, Fühlen und Handeln bestimmen, ohne dass wir uns
von irgendjemandem bestimmt fühlen würden. Erst dann würden wir die Intelligenz der Führung des Lebens in
seiner Vollkommenheit erleben.

Dank bestimmter Umstände in meinem Leben spielt Zeit für mich eine immer untergeordnetere Rolle. Oft lebe
ich schon außerhalb dieses Zeitschlauches. Ich nehme dies als eine Befreiung wahr. Mir ist, als lebte ich
schon ein wenig in jenem eben von mir beschriebenen Paradies.


:love
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Das Leben ist ein Spiel

Die Bibel > Johannes 1:1 sagt:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.


Für den Begriff Gott benutze ich jetzt einmal den Begriff Spieler.
Für den Begriff Wort benutze ich jetzt einmal den Begriff Gedanke.

Was ist nun dieses Spiel des Lebens?
Der Spieler bezeichnet sich unter anderem auch als das Leben.
Ist es das Spiel des Spielers?

Womit spielt der Spieler?
Der Spieler behauptet von sich, dass er unbegrenzt sei, es also nichts außer im geben kann,
denn das wäre dann ja eine Begrenzung für ihn. Der Spieler kann also nur mit sich selbst spielen.
Jegliches Spiel muss also im Spieler selbst stattfinden, oder in einer virtuell von ihm
geschaffenen Erlebniswelt.

Was bin nun ich, dieser Hartmut, der sich nicht als der alleinige Spieler begreift?
Kann es in Wahrheit einen Hartmut neben dem Spieler geben?
Wenn die Behauptung des Spielers wahr ist, dass es außer ihm nichts gibt, und ich mich nicht
als der Spieler selbst wahrnehme, dann kann es mich in Wahrheit doch gar nicht geben, oder?
Ganz schön verwirrend dieses Spiel des Lebens.
Nachdem ich nun schon 60 Sommer und 59 Winter auf dieser Erde wandele, habe ich den Verdacht,
ich bin eine lebendige virtuelle Spielfigur in diesem Spiel des Lebens. So viele Gedanken gingen
mir schon durch den Kopf. Was habe ich mich manchmal gedanklich gequält um zu einem befriedigenden
Ergebnis zu kommen. Es schien lange Zeit völlig aussichtslos, ein befriedigendes Ergebnis zu erlangen.
Ab dem ersten Januar Zweitausendundvierzehn nach Christi Geburt kam es mir vor, als nehme mich der
Spieler auf meinen Spaziergängen durch die Natur an seine Hand. Wir redeten miteinander, wobei mir
anfangs nicht klar war, rede ich gerade, oder der Spieler, denn alles spielte sich in meinem Kopf ab.
Seitdem bin ich auf gutem Wege, seine Worte von meinen Worten zu unterscheiden, weil die Worte des
Spielers immer von angenehmen Körpergefühlen begleitet werden. Meine Gefühlswelt wird in jenen Gesprächen
immer nuancierter in Vielfalt und Stärke. Nach vielen Gesprächen mit dem Spieler komme ich zu jenem
vorläufigen Ergebnis:

Jenen Hartmut, als den ich mich als eigenständiger Mensch begreife, gibt es in Wahrheit nicht.
Hartmut ist "nur" ein Gedanke des Spielers. Meine Gedanken kann ich nicht anfassen.
Aber Hartmut kann man anfassen. Das ist doch komisch, oder? Vielleicht ist ja das, was man an
Hartmut anfassen kann, gar nicht Hartmut, sondern nur etwas, was Hartmut umhüllt? Ich meine,
dass ich nicht diese körperliche, anfassbare Hülle bin. Ich bin unfassbar :)
Manchmal bin ich unfassbar traurig, manchmal unfassbar glücklich, manchmal unfassbar träge und wieder
ein ander mal unfassbar quicklebendig ... Dieser Hartmut lässt sich nicht in Worte fassen und all die
anderen Gedanken des Spielers (Menschen, Tiere, Pflanzen ...) auch nicht. Oft macht es mich völlig
sprachlos, wenn ich besonders schönen Gedanken des Spielers auf seiner virtuellen Spielwiese begegne.
Dabei fallen mir ganz bestimmte Gedanken des Spielers besonders ins Auge. Frauen, so nennt man besondere
Gedanken des Spielers auf der Spielwiese Erde, reizen mein Auge ganz besonders. Der Spieler weiß um meine
Vorliebe für jene reizenden Geschöpfe und an guten Tagen, da ich dem Spiel des Lebens viel abgewinnen
kann, also immer mehr die Spielregeln in jenem Spiel hier auf der Erde begreife, belohnt mich der Spieler
mit dem Anblick von besonders reizvollen Frauen.
Nachdem nun die Schärfe meines Sehvermögens immer mehr abnimmt, verliert das "Scharfe" an den Frauen für
mich immer mehr an Bedeutung. Mein ehemaliger Fokus auf die äußerliche Schärfe von Frauen nimmt immer mehr
ab, sie verschwimmen vor meinem Auge und nun erlebe ich Frauen völlig neu. Die Anmut ihrer Bewegungen
ist nun für mich deutlicher wahrnehmbar, der Klang ihrer Worte, ihr Geruch ... ich erfahre sie auf eine
viel wundervollere Weise, als früher. Meine Wahrnehmung wird ganzheitlicher, allumfassender und vor allem
befriedigender. Denn Frieden war nie in mir, wenn früher so ein scharfes Exemplar Frau die Netzhaut meines
Auges berührte, da schien alles nur nach SEX zu rufen, SEXSEXSEXSEX ... ein grausamer Zustand, weil auch
nur der Gedanke an ein solch reizendes Exemplar schon reichte, um diesen SEXSEXSEXSEX-Ruf in mir auszulösen.
Aus jener Welt dieser grausamen nimmer enden wollenden Rufe hat mich der Spieler herausgelöst. Meine Gier
nach Sex, oder besser die Gier nach der Befriedigung, welche nach dem Sex sich in mir einstellte, hatte nie
zu einer länger anhaltenden Befriedigung in mir geführt. Denn schon kurz nach dem Sex, war wieder vor dem Sex.
Dass es eine völlig andere langanhaltende Befriedigung im Spiel des Lebens geben könnte, das wäre mir früher
nicht in den Sinn gekommen. Heute erfahre ich jenen inneren Frieden sehr oft in mir, ohne Gier nach Sex und
ohne die Gier nach anderen Ersatzbefriedigungen. Das Leben befriedigt mich immer mehr, seidem der Spieler mich
darauf hinweist, dass das doch alles ein Spiel ist.

Wenn ich Kinder erblicke, wie sie spielerisch und oft sehr freudig die Welt entdecken, da wandert auch durch
mich die Freude und manchmal denke ich, die Freude der Kinder, meine Freude und die Freude des Spielers sind
doch gar nicht voneinander zu trennen, das scheint doch ein Kreisen der Freude durch alles Spielerische zu
sein und die Kraft der Freude scheint alles miteinander zu verbinden, was sich im Spiel des Lebens voneinander
getrennt wahrnimmt. Das Leben erscheint mir nun immer mehr als ein Tanz der Freude, eine alles ins Glück
mitreisende Kraft, die einen tiefen inneren Frieden in mir bewirkt.

Nun gibt es aber auf dieser Erde auch anderes zu erblicken, wie Krieg der Körper und Worte von Menschen und
viele andere unbefriedigende Erlebnisse. Was ist da los? Der Spieler erklärt mir, dass ich unfriedliche
menschliche Spielefiguren auch als liebenswerte Geschöpfe ansehen soll. Sie haben den Freudentanz des Lebens
noch nicht erlernt. Sie üben noch. Das Üben sieht ganz schön bedrohlich aus. Es bedroht doch aber immer nur
die Körper der Spielfiguren Mensch, nie aber das darin liegende Spielerische. Die Körperhülle ist vergänglich,
das darin wirkende Spielerische ist unzerstörbar, denn es ist ein lebendiger Gedanke des Spielers.

Auf der Suche nach dem Glück, bin ich dem Spieler begegnet, der verantwortlich ist für jenes Spiel des Lebens.
Aber Er meint, dass auch ich als in Ihm Spielender eine Verantwortung habe. Ich soll allen Mitspielenden von
ihm einen lieben Gruß ausrichten und den Traurigen, Mutlosen, Kranken, Pessimisten ... seine frohe Botschaft
verkünden. Der Spieler liebt seine in seinem Spiel Mitwirkenden alle gleichermaßen. Egal wie unvollkommen sich
auch eine Spielfigur im Tanz der Freude bewegt, jede Figur im Spiel des Spielers ist dafür geschaffen die
absolute Freude zu erleben, die sie irgendwann erleben muss. In diesem Zusammenhang fühlt sich das "muss" für
mich richtig gut an. Übung macht den Meister. Am schnellsten lernen wir den Tanz der Freude, wenn wir uns beim
Üben einander behilflich sind. Die schon Geübteren helfen den Ungeübteren, auf dass der immer freudigere
gemeinsame Tanz der Mitwirkenden auch den Spieler immer mehr beglückt, auf dass Dessen Freude nun wieder auf
die Mitwirkenden Tänzer zurückfließt und irgendwann ein immerwährender Stromkreis der Freude alle am Spiel des
Lebens Teilnehmenden, und nicht zuletzt natürlich auch den Spieler selbst, in hellster Freude erleuchten läßt.

Das Wort Gottes, ist der lebendige Gedanke eines von Liebe und Weisheit erfüllten Spielgeistes, der mit der Kraft
Seiner Liebeweisheit immer neue lebendige wundervolle Spielwiesen erschafft, auf denen auch immer neue Spielfiguren
sich im Tanz der Freude um das Feuer der Liebe erquicken können.
Für diejenigen Mitwirkenden im Spiel des Lebens, die das Leben noch nicht als ein wundervolles Spiel erleben, sei
gesagt:
Es gab vor etwa 2000 Jahren einen ganz besonderen Menschen, der uns an die Spielregeln im Spiel des Lebens erinnert
hat. In einem alten Buch wird er Jesus von Nazareth genannt. Seine Spielregel lautet:

Liebet den Spieler über alles und alle Mitwirkenden im Spiel gleichermaßen. Sorgt Euch nicht um Euch, sondern
um Eure nächsten Mitwirkenden im Spiel, denn um Euch sorgt sich der Spieler. Wenn in o.g. alten Buch steht:
"Im Hause des Vaters gibt es viele Wohnungen", dann ist dies ein Hinweis auf die vielen Spielwiesen in Ihm.
Wenn von "Himmel", oder "Himmeln" in o.g. Buch gesprochen wird, dann sind das die Spielwiesen, die den
fortgeschrittenen Tänzerinnen und Tänzern vorbehalten sind.
Mit jedem qualitativen Quantensprung im Erlernen des Tanzes der Freude erhält der Mitspielende einen Schlüssel,
den er für den Durchgang durch die Tür in eine andere Spielwiese benötigt.

Wer den Himmel in sich trägt, wird jede Spielwiese mehr oder weniger himmlisch erleben, so wie sie der Spieler
selbst erlebt. Der Unterschied zwischen Dem Spieler und Seinen in Seinem Spiel Mitwirkenden besteht nur in der
Machtfülle. Der Spieler selbst ist die Allmacht und seine Mitwirkenden haben nur ganz individuelle Bruchteile
seiner Allmacht, man könnte auch von begrenzten Machtbefugnissen sprechen. Jeder im Spiel Mitwirkende kann seine
Machtbefugnisse erweitern, indem er den Spieler immer besser erkennt und damit immer besser lieben lernt und
immer freudiger die anderen Teilnehmer im Spiel des Lebens den Tanz der Freude um das Feuer der Liebe lehrt.

Niemals aber kann ein Teilnehmer im Spiel des Lebens die Macht des Spielers erreichen, oder gar mächtiger werden
als der Spieler Selbst. Es gibt viele Spielteilnehmer, die im Spiel des Lebens von Hochmut und Größenwahn verführt
werden und dadurch einen dichten Nebel um sich herum erzeugen. Sie wähnen sich in dem Glauben größer und stärker
werden zu können, als der Spieler selbst. Manchmal wird der Nebel so dicht, dass das Leben nicht mal mehr als Spiel
erkennbar ist und in jenem dichten Nebel wandelnd meinen manche Mitspieler sogar, es gäbe gar keinen Spieler,
der die Spielregeln des Lebens bestimmt.
Wer im Nebel wandelt kann das Leben nicht erkennen und auch den Spieler nicht. NEBEL ist das Gegenteil von LEBEN.
Die Buchstaben in beiden Worten sind gleich, nur in entgegengesetzter Reihenfolge angeordnet. In einer leicht
vernebelten Landschaft zu wandeln, kann durchaus sehr eindrucksvoll sein. In blickdichtem Nebel aber stolpert man
über so manches Unsichtbare, was das Wandeln nicht mehr möglich macht. Viele bleiben auch stehen, weil sie Angst
vorm Stolpern haben. Wer ohne Angst wieder durchs Leben wandeln möchte, muss mit der Erzeugung von Nebel aufhören
und muss lernen, mit dem von anderen Mitspielern erzeugten Nebel lebensbejahend umzugehen.

Es könnte alles so einfach sein.

Das wird aber erst ersichtlich, wenn der Nebel durch die Kälte auf der Spielwiese als Tropfen nieder fällt. Die
Tropfen vom Alles belebenden Wasser werden nun von den vom Nebel nicht mehr behinderten Sonnenstrahlen solange
erwärmt, bis sie als Dunst wieder gen Himmel steigen. Da kann man mal sehen, dass auch Kälte manchmal auf dem
Weg in den Himmel notwendig ist.

Kälte ist nicht etwa das Gegenteil von Wärme, sondern nur die Abwesenheit von Wärme.
Dunkelheit ist nicht etwa das Gegenteil von Licht, sondern nur die Abwesenheit von Licht.
Unwissenheit ist nicht etwa das Gegenteil von Wissen, sondern nur die Abwesenheit von Wissen.
Der Teufel ist nicht etwa das Gegenteil von Gott, sondern nur die Abwesenheit von Gott.
...

Was abwesend ist, kann wiederkommen. Wie das funktioniert, das beschreiben die Spielregeln des Lebens.
Wie wichtig jener Mensch ist, der uns die Spielregeln übermittelt und vorgelebt hat, kann man daran
erkennen, dass sogar die Zeitrechnung geteilt wurde in die Zeit vor seiner Geburt und die Zeit nach
seiner Geburt.

Kinder spielen oft mit einer Begeisterung in jenem Spiel des Lebens, man möchte meinen sie sind sich
noch der Spielregeln und des Spielers bewusst und tanzen einfach den Tanz der Freude um das Feuer der
Liebe, als wäre es das Normalste der Welt. Wir können von ihnen so viel lernen.


Jesus von Nazareth sagt:

... Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.



Im Moment erlebe ich mich als einen kindlich-frischen, lebendigen Gedanken des Spielers in seinem
wundervollen Spiel, der schon den Schlüssel für die Tür, die in eine andere Spielwiese führt, in der
Hand hält, diese aber erst betritt, nachdem der Spieler ihn dazu ermuntert. In der Zwischenzeit
versuche ich möglichst viele Mitspieler mit meiner Begeisterung für den Spieler und den gemeinsamen
Tanz der Freude um das Feuer der Liebe hier auf der Spielwiese Erde anzustecken ...

:)
.:2herzen:
_II_
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Lust und Freude

Was die Lust ist für den Körper,
das ist die Freude für die Seele.
Alles begehrt nach dem, was es
seiner Bestimmung nach beglückt.


Die Seele eines Menschen ist unreifer Geist, der zwischen den Begierden des menschlichen Körpers,
in welchem die Seele wohnt, und der absoluten Freude, des ihn ihr wohnenden Geistfunken Gottes, steht.
Die menschliche Seele befindet sich in einem Spannungsfeld, in welchem sie reifen kann, so sie das möchte.
Wendet sich die Seele nach Innen, dann schenkt sie ihrem in ihr wohnenden göttlichen Geistfunken Aufmerksamkeit,
welcher nun entflammt und von Innen heraus die Seele erhellt.
Wendet sich die Seele nach Außen, dann verdunkelt der Körper ihre geistige Wahrnehmung und ihr inneres Licht
ist ausgeschaltet.

Eine rein auf das Körperliche fixierte Seele ist wie ein Mensch, der in der Nacht durch einen dunklen Wald geht
und über viele Hindernisse stolpert, die er nur deshalb nicht sieht, weil er nicht bemerkt, dass er eine
funktionierende Taschenlampe in seiner linken Hand hält, mit der er jedes Hindernis beleuchten könnte und
somit nicht mehr über Jene stolpern müsste.

Früher war mein Lebensmotto: "Warum einfach, wenn es auch komplizierter geht". Von jenem Motto habe ich mich
verabschiedet, weil es meinen ureigenen Interessen im Wege stand. Meine Vorliebe für Kompliziertheit ist
verschwunden und nun kann die Liebe auf ganz einfache Weise in mich ziehen und mir die Einfachheit des Lebens
auf wundersame Weise erläutern und dies ist für mich völlig einleuchtend.

:)
:love
_II_




- - - - -

Ohne die Liebe ...

Ohne die LIEBE ist alles nichts ...

:love
- - - - -

Glück und Frieden

GLÜCK und FRIEDEN

Glück und Frieden sei beschieden,
der da fühlt in seinem Herzen,
nicht nur seine eignen Schmerzen.

Im Mitgefühl hat sich gefunden,
was einst getrennt in schwerer Stunden.
Die Liebe kann nun wieder fließen,
und dieses kann dann der genießen,
der in Freude und in Leid
erkennt der Liebe glitzernd Kleid.

Ist doch der Schmerz zu aller Zeit,
der Weckruf aus der Ewigkeit.
Dem leidend' Kinde sei gesagt,
für jeden kommt einmal der Tag,
an dem die Liebe ihm sich zeigt,
in ihrer ganzen Herrlichkeit.

Wer wollte dann noch weiter flieh'n,
vor jenem wundervollen Wesen,
sich Licht und Wärme selbst entzieh'n,
statt langsam wieder zu genesen?
- - - - -

Herzensangelegenheit

Woran mein Herz hängt,
des Kind ich bin,
es führt mich,
es bestimmt mich,
seine Stimme wird zu meiner Stimme,
wir sind miteinander verbunden.

Meine Gefühle geben Auskunft
über Stimmigkeit oder Unstimmigkeit.
Unstimmigkeit weißt für mich darauf hin,
dass mein Herz an etwas hängt,
was mich unfriedlich macht.
Stimmigkeit ist Ausdruck inneren Friedens.

Ich strebe inneren Frieden an und
das hält mich immer mehr davon ab,
den Weg der Unstimmigkeit zu gehen.
Ich fühle mich immer mehr geführt,
und immer weniger verführt im Leben.

Führung und Verführung zunehmend besser
voneinander trennen zu können,
ist ein Segen für mich und
ich Danke dem Leben für diese Gnade,
die es mir damit erweist.

Die Verführung hat für mich den Sinn,
nach einem Weg zu suchen,
wie ich da wieder heraus komme,
um die Führung im Leben zu erkennen.
Habe ich die Führung erkannt,
dann liegt es an mir,
ob ich mich ihr anschließe,
mich willig führen lasse,
oder weiterhin auf dem breiten Weg wandele,
den die meisten Menschen gehen,
die meinen ihr eigener Führer in ihrem Leben zu sein
und nicht bemerken, dass sie in Wirklichkeit verführt werden.

Gott sei Dank, dass Er mich aus der Welt der Versuchung
immer mehr hinauszieht und eine Sehnsucht in meinem Herzen entfacht,
die jenem Reich gilt, welches nicht von dieser Welt ist.

Im festen Glauben an den alleinigen, all-einigen Führer
und seine allmächtige Liebekraft, Barmherzigkeit und Weisheit,
fühle ich mich geborgen und beschützt,
was in mir ein Grundgefühl erzeugt,
was ich mit den Worten "innerer Frieden" beschreiben möchte.

Innerer Frieden ist für mich ein sehr hohes Gut,
dass ich gern mit anderen Menschen teilen möchte,
so sie das mögen.
Im inneren Frieden angekommen,
fühle ich mich schon mit meinem Herzen
in jenem Reich, welches nicht von dieser Welt ist,
welches Jesus uns verheißen hat,
aber ich stehe auch noch mit beiden Beinen
in jener Welt, die ein Mittel zum Zweck ist,
auf dass alle Seelen letztendlich in das verheißene Reich finden,
welches für sie alle absolute Glückseligkeit bereithält.

Ich unterliege immer noch vielen Versuchungen,
aber nur zeitweilig,
weil ich lerne IHN um Hilfe zu bitten,
aus der Erkenntnis heraus,
dass ich es allein nicht schaffe und
ich um die Freude von IHM weiß,
so IHN eine Seele um Hilfe bittet,
was sie wieder aus der Welt der Versuchung führt.

Jede gemeinsame überwundene Verführung,
stärkt meinen Glauben an
die lebendige, wesenhafte Kraft der Liebe.
Und wieder ist ein Hindernis in mir überwunden,
was die Liebe bisher daran hinderte,
frei durch mich fließen zu können.

Ich habe für mich erkannt,
dass die Welt im Außen hier auf der Erde
nur ein Spiegelbild der Widerstände ist,
welche noch im Herzen der Menschen wohnt,
welche die Liebe am freien fließen hindert.
Jeder Mensch kann etwas dazu beitragen,
damit diese Welt friedlicher wird,
indem er in sich seine Widerstände
gegen die Liebe mithilfe der Liebe abbaut.
Jeder gegenüber der Liebe widerstandsarme Mensch
wird seinen inneren Frieden in die Welt ausstrahlen.
Die Liebe selbst strahlt durch einen solchen Menschen
in die Erdenschule von noch unreifem Geist.

Leider können nicht alle Menschen mit jenem
inneren Frieden eines Menschen gemütlich umgehen,
und so wird einem friedlichen Menschen immer auch
eiskalter Wind von bestimmten Mitmenschen entgegen blasen.
Dieser eiskalte Wind gegen die Liebe
ist eine Versuchung für einen friedlichen Menschen,
ihn aus seinem inneren Frieden,
seinem inneren Gleichgewicht zu bringen.

Jeder Wind der gegen eine friedliche Menschenseele weht,
ist eine Prüfung des Willens jener Seele,
wie Stark sie schon ist, standhaft zu bleiben,
sich nicht der Versuchung hinzugeben,
gegen jenen Menschen zu agieren,
aus dem der Wind bläst.

Die Winde gegen mich werden rauher,
was für mich darauf hinweist,
dass mein Wille stärker wird.
In solchen unliebsamen menschlichen Begegnungen
hilft mir die Erkenntnis, dass Liebe und Gegenwind
Kräfte sind, denen gegenüber sich jeder Mensch öffnen,
oder auch verschließen kann.
Liebe und auch der "Widerstand gegen die Liebe"
bemächtigen sich der Seelen,
je nachdem, woran deren Herz hängt.
Ein Mitmensch wird somit zum Sprachrohr,
aus dem die Liebe spricht, oder deren Gegenkraft.

Es gibt für mich demnach keine guten Menschenseelen, oder böse Menschenseelen.
Alle Seelen sind aus dem Guten geboren und werden auch dort wieder hin finden.
In der Zwischenzeit ihrer Reise außerhalb des Reiches der Liebe, lernen sie die
Lieblosigkeit, den Mangel an Liebe, kennen und wie sich das anfühlt.
Für jede Seele gibt es einen Punkt auf ihrer Reise, an dem die eigene Lieblosigkeit
so unerträglich wird, dass sie ihren Kampf gegen die Liebe aufgeben wird.
An jenem Punkt wird der Geistfunke Gottes in ihr geweckt und kann nun fortan
in ihr wirken und ihre Reise bestimmen.
Je ungehinderter jener Gottesgeist in mir Geistseele wirken kann,
umso stärker wird jener Funke zu einer Flamme,
welche das Feuer der Liebe in mir brennen lässt.

In einem Zustand innerer Erregtheit ist es schwer mein Gleichgewicht,
meinen inneren Frieden, zu halten. Es ist eine Herausforderung für mich,
mich jeden Tag ein Stück weit seelisch stärker zu gestalten
und dabei nicht zu vergessen, wo ich Hilfe herbekommen kann,
so ich diese benötige und diese auch liebevoll und demütig anzufordern.

AUF DIE LIEBE

:love
- - - - -
Seit vielen Wochen lese ich in den Botschaften von Jesus Christus an Bertha Dudde. Es ist ein enorm
umfangreiches und für mich sehr aufschlussreiches Schriftwerk. Viele Zusammenhänge, über welche ich
früher des öfteren nachsann, aber zu keinem rechten Ergebnis kam, erschließen sich mir nun nach und
nach, je tiefer ich in den Sinngehalt jenes Werkes eindringe. Die Bedeutung des freien Willens einer
Menschenseele ist hier immer wieder ein zentraler Punkt.
Ich konnte mich bisher nicht dazu durchringen, dieses für mich so bedeutsame Werk im Forum von Peter
Lauster zu zitieren, weil mir immer mal wieder vorgeworfen wurde zu missionieren. Sicher habe ich eine
Mission, eine seelische Aufgabe, und diese besteht unter anderem auch darin, Botschaften Gottes, welche
mich auf unterschiedlichen Wegen erreichen, an empfangswillige Menschenseelen weiterzugeben. Nun ist
das so eine Sache in einem Forum von Menschenseelen mit dem Willen göttliche Botschaften zu empfangen.
Es wird wohl immer Seelen geben, die jenen Empfangswillen in unterschiedlicher Stärke aufweisen, aber
es wird wohl auch immer Seelen geben, welche jenen Willen nicht in sich haben und sich von daher oft
unangenehm berührt fühlen.
Aus diesem Grund stelle ich Teile dieses göttlichen Schriftwerkes zunächst nur in meinem Blogbereich
vor und erst bei spürbarem Interesse würde ich Dieses auch im Forenbereich einfließen lassen.

Seit Februar diesen Jahres nehme ich an Seminaren teil, welche mich dazu befähigen sollen, Menschen
im Sterben ehrenamtlich zu begleiten. Dieser Wunsch wurde vor langer Zeit durch Heidi (Quassel) in
mir erweckt und Anfang diesen Jahres war mein Wille endlich stark genug, mich dafür zu entscheiden.
Diese seelischen Begegnungen in diesen Seminaren sind einfach nur wundervoll und ausnahmslos alle
Teilnehmer nehmen das so wahr. Eine Teilnehmerin sagte letztlich zu mir "Hartmut gibt es eben nicht
ohne Gott" und diese an mich gerichteten Worte berühren mich immer wieder sehr angenehm, so sie mir
in den Sinn kommen. Hartmut gibt es nicht mehr ohne Gott, Gott sei Dank dafür ...
:)




Jesus Christus sagt:

BD 1959 (Offenbarung Jesu Christi an Bertha Dudde)
empfangen 18.6.1941
Ringen des Geistes mit dem Körper um die Oberherrschaft über Seele ....
 
Jedes Wesen sehnt seine Freiwerdung herbei, denn der unfreie Zustand ist für alles Geistige eine Qual.
Doch in der Verkörperung als Mensch empfindet wohl das Geistige seine Unfreiheit, nicht aber der Körper
und die Seele. Die Seele ist gleichfalls anfangs ohne Erkenntnis ihrer Lage, und folglich schenkt sie
nur dem Begehren des Körpers Gehör.
Der Körper aber fühlt sich frei, und zwar desto freier, je mehr er der Welt, d.h. den irdischen Freuden,
Rechnung tragen kann und daher er kaum dem Körper Hemmungen auferlegt. Also gibt die Seele dem Drängen
des Körpers nach, und der Geist bleibt unbeachtet. Und so muß das Geistige im Menschen den gebannten
Zustand ertragen, bis ihm von seiten der Seele Hilfe kommt. Denn nur die Seele kann ihm helfen, indem
sie mehr des Geistes in sich gedenkt als des Körpers.
Und darum ist gerade das Erdendasein, obwohl es dem Geist Befreiung bringen soll, die größte Gefahr für
die Seele, solange sie sich noch nicht frei gemacht hat von den Begierden des Körpers. Folglich streitet
der Körper mit dem Geist um die Oberherrschaft über die Seele .... Und es ist dies das Ringen des Lichtes
mit der Finsternis .... Es ringen die Wesen des Lichtes mit den Mächten der Finsternis um die Seele ....
um das Geistige, daß sich von Gott entfernt hat und sich dessen noch nicht ganz bewußt ist, daß es zum
ewigen Licht .... zur Gottheit .... gehört.
Sofern die Seele die Erkenntnis erlangt hat, wird sie sich freiwillig Gott zuwenden. Die finsteren Mächte
aber verhindern mit allen Mitteln, daß die Seele zur Erkenntnis kommt. Und es wird der Körper das größte
Hindernis sein, daß die Seele sich dem Geist zuwendet.
Solange der Körper noch in den Vordergrund gestellt wird, ist für die Seele wenig Möglichkeit, daß sie
wissend wird, daß sie zur Erkenntnis ihrer Lage .... d.h. ihrer Gottferne .... kommt. Erst wenn sie den
Anforderungen des Körpers keine Beachtung mehr schenkt, beginnt sie nachzudenken über den eigentlichen
Zweck des Erdenlebens. Dann erst verliert der Widersacher an Macht; die finsteren Kräfte haben nicht mehr
soviel Einfluß auf die Seele .... Sie wendet sich vom Körper ab und dem Geist in sich zu, und so diese
Bindung hergestellt ist, wird es hell und klar in ihr .... Also hat der Geist in ihr gesiegt und die
Herrschaft über die Seele gewonnen, die sich nun gänzlich mit dem Geist vereinigt und nun die Freiwerdung
des Wesens unausbleibliche Folge dessen ist.
Doch es ist der Kampf unsagbar schwer, und er erfordert vollen Einsatz sowohl aller guten Kräfte als auch
des menschlichen Willens, der allein die Entscheidung der Seele bewirkt. Der Wille des Menschen allein ist
maßgebend, wohin die Seele sich wendet .... es kann (sich = d. Hg.) der Wille für den Körper, aber auch für
den Geist entscheiden, letzteres jedoch nur wird dem Wesen endgültige Befreiung bringen aus der Form ....
Amen
- - - - -
Bin gerade aufgewacht und die Worte "Die Liebe ist ein seltsames Spiel" ziehen
durch mich hindurch. Dabei fällt mir die Melodie jenes gleichnamigen Schlagers
ein, welchen Connie Franzis gesungen hat. Dieses Lied begleitet mich seit meiner
frühen Kindheit. Die Melodie und die Stimme jener Sängerin durchdringen mich
angenehm.

Die Liebe, das Leben, als Spiel anzusehen und spielerisch mit anderen Seelen
hier auf der Erde jenes Leben zu entdecken, unter die Decke, unter das Verhüllte,
zu schauen und gemeinsam zu staunen was sich jenseits aller Hüllen verbirgt.
Das Ursprüngliche, dass sich überall förmlich versteckt, möchte von uns gesucht
und gefunden werden.
Wenn ich mir überlege, mit welcher Begeisterung oft kleine Menschenkinder gern
"Verstecken" spielen, dann werden mir die Worte von Jesus auch klar "Wenn ihr
nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen".

Wann habe ich im Leben aufgehört zu Spielen? Wann habe ich dieses spielerische
Himmelreich auf Erden verlassen? Warum habe ich den Worten von Erwachsenen
Glauben geschenkt, dass nun der Ernst des Lebens beginnt und bin irgendwie
zu einem Spielverderber geworden?
Aus der Rolle des Spielverderbers wachse ich langsam heraus, sie war mir lange
Zeit auf meinen Leib geschrieben, seit geraumer Zeit finde ich aber wieder in
meine alte spielerische Kinderrolle, welche mir in meine Seele geschrieben ist.

Meine Seele will nur leben, egal was kommt. Es ist ein unbeschreiblicher Hunger
und Durst nach Lebendigkeit, der jeden Tag aufs Neue gestillt wird ... einen Tag
mehr, einen anderen Tag weniger ... mal sehen, was am heutigen Tag von mir
aufgedeckt und betrachtet werden möchte und mit wem ...

... die Liebe ist ein wundervolles Spiel ...

:)

- - - - -
Wenn ich das Wort "LEBEN" rückwärts lese, dann entsteht das Wort "NEBEL"

LEBEN = NEBEL?


Hermann Hesse sagt:

Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.


Als der Nebel sich in mir lichtete, entstand ein Gefühl von Freiheit und
grenzenlosem Glück. Dieses Glücksgefühl mit nur wenigen Menschen freudvoll
teilen zu können, erzeugte ein neues Gefühl von Alleinsein. Alleinsein auf
"höherem" Niveau.
Wenn ich jetzt schreiben würde: "ich fühle mich nicht mehr allein", dann
stimmt das, aber es fühlt sich gleichzeitig wie eine Lüge an.
Dieses Unstimmige, was ich im letzten Satz zum Ausdruck gebracht habe,
entsteht durch diese Differenz von Innen und Außen. Es ist ein Spannungsfeld,
welches mich manchmal betrübt macht, aber gleichzeitig dazu motiviert, als
Mensch dazu beizutragen, dass auch im Außen Frieden die alles bestimmende
Kraft wird.

Mag sein, dass wir Menschen hier auf der Erde alle mehr oder weniger im Nebel
herumtappen und nicht erkennen, was wahres Leben bedeutet. Ich habe für mich
aber erkannt, dass ich lange Zeit eine Art "Nebelmaschine" war, die gemeinsam
mit ihren Mitmenschen einen kollektiven Nebel erzeugt hat, der schon auch
irgendwie beeindruckend ist.

Dieser Nebel lichtet sich aber, wenn der innere Druck nachläßt und auch viele
andere innere Drücke nachlassen. Dann wird schon aus dem immer noch recht
starken Nebulösen heraus Leben erahnbar, welches keinen Nebel mehr braucht.

:fw

- - - - -

Gemeinschaftswertgefühl

Mein einstiges Minderwertigkeitsgefühl wurde langsam, aber sicher von einem wachsenden
Selbstwertgefühl aufgefressen. Nun spüre ich, wie mein einstiges Selbstwertgefühl immer
mehr von einem Gemeinschaftswertgefühl verspeist wird.
Mir fällt ein SinnBild ein, welches ich schon einmal hier im Forum vor Augen hatte.
Dieses Sinnbild scheint sich nun in mir manifestiert zu haben. Dieser Hartmut ist eine
Zelle im Organismus Menschheit. Jede Zelle in diesem Organismus wird gebraucht und ist
gleich viel wert. Diese Zelle Hartmut ist allein nicht lebensfähig. Das Lebensgefühl
der Zelle Hartmut ist auch vom Lebensgefühl seiner Nachbarzellen abhängig. In diesem
Organismus Menschheit findet ein permanentes Wechselspiel der einzelnen Zellen statt.
Je harmonischer dieses Wechselspiel in jenem Organismus abläuft, desto mehr wird dieses
Gemeinschaftswertgefühl in jeder einzelnen Zelle fühlbar und desto weniger wird ein
Selbstwertgefühl notwendig sein, weil letzteres nur eine notwendige Vorstufe für die
Überwindung eines extremen disharmonischen Zustandes des Organismus Menschheit ist.

Vielleicht bleibt am Ende immer noch ein klein wenig Selbstwahrnehmung, dieses Gefühl
"Hartmut ist eine Zelle" und nicht der Organismus. Der Sinn und Wert der Zelle Hartmut
ist aber nicht eigenständig, sondern leitet sich aus dem Sinn und Wert des Organismus
Menschheit ab, welcher wiederum auch nur eine Zelle in einem noch allumfassenderen
Organismus ist. Der Sinn und Wert liegt im Leben als Ganzes und kann in einem
Gemeinschaftswertgefühl erfahren werden.

- - - - -
Sich als Mensch von anderen Menschen und seiner übrigen Umgebung getrennt zu fühlen,
beruht auf einer Wahrnehmungsstörung. Wem das Wort "Störung" in diesem Zusammenhang
nicht gefällt, der darf es durch "Besonderheit" ersetzen. Jeder Mensch, welcher sich
als etwas vom Ganzen Getrenntes wahrnimmt, nimmt die Welt auf eine ganz besondere Art
und Weise wahr.

Ein Kleinkind, welches dieser Wahrnehmungsstörung noch nicht unterliegt, lebt noch
in der ungetrennten Wahrheit und braucht die Welt nicht mit Worten zu beschreiben.
Das Kleinkind kann nicht einmal die Welt mit Worten beschreiben, weil es keine Worte kennt.
Es braucht mindestens einen Wahrnehmungsgestörten, der das Kleinkind aus seiner noch
ganzen Welt herausreißt und ihm die Wortsprache beibringt und ihm erklärt, dass er ein
kleiner Mensch ist, auf dass auch das Kleinkind nun die Welt langsam, aber sicher immer
besser auf seine ganz besondere Art und Weise wahrnehmen kann.

Individuen brauchen sich über die Wahrheit nicht zu streiten, weil sie diese nicht
erfahren können, solange sie sich als Individuum begreifen. Die Wahrheit ist kein
Puzzle, sondern ein nicht zerschnittenes Bild.

Ein "weiser Mensch", also ein Mensch, der sich von nichts mehr getrennt fühlt, was ihn
umgibt, kann mit der Wahrnehmungsbesonderheit seiner Mitmenschen umgehen, weil er sich
nicht an ihnen stört. Hat er sich doch selbst erst aus dieser besonderen Wahrnehmung
weitgehend (vielleicht auch komplett?) befreit. Eine unmißverständliche Verständigung
eines solchen "weisen Menschen" nur über Worte mit seinen besonderen Mitmenschen ist
für ihn nahezu unmöglich, war doch die Wortsprache ein Werkzeug, um ihn als Kleinkind
aus der Einheit zu reißen.

Mit einer Schere (Wortsprache) kann man nichts zusammenfügen, deshalb war Buddha auch
recht schweigsam. So bleibt dem Weisen nur die Möglichkeit sich über seine Gefühlswelt
mit seinen besonderen Mitmenschen zu verbinden und seine Mitmenschen durch besondere
Fragen zum Nachdenken über ihre Besonderheit anzuregen.

:)
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    Die vier Versprechen - Don Miguel Ruiz 1984

    Ich bin gerade auf einen Schatz gestossen, den ich in nächster Zeit studieren möchte. Zunächst hörte ich dieses Buch gesprochen auf youtube, dieses wurde aber mit einer Computerstimme vorgelesen, was sehr grausam klang. Ich begann gerade damit die gesprochenen 90 Minuten Text aufzuschreiben, suchte nach dem Autorennamen, der im Video undeutlich gesprochen wurde, Gott sei Dank und nun bin ich auf das komplette Buch gestossen.
    Für alle Interessierten ist hier der Link zum Buch "Die vier Versprechen - Das Weisheitsbuch der Tolteken von Don Miguel Ruiz":

    http://www.himmels-e...tyri_dohody.htm

    Auf dieser Seite wird das Buch auch kostenlos als pdf-Datei angeboten.
    Nun werde ich erst mal lesen und später gegebenenfalls dazu etwas schreiben.

    Viel Spass beim Lesen, bin schon ganz gespannt ...